1951

Doppelt gemoppelt –
Zweifaches Jubiläum

Veranstaltung

Zum Durchblättern: Die Publikation der Münchner Kammerspiele zum Doppeljubiläum von 1951.

Mit ihren vielen Umzügen haben die Münchener Kammerspiele einen hübschen Vorteil: Es gibt häufig einen Grund zum Feiern. 1951 feiert man sogar ein Doppel-Jubiläum: Das Schauspielhaus in der Maximiliansstraße feiert 50-jähriges Bestehen und die Kammerspiele bespielen diese Bühne seit 25 Jahren.

Nach der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das bekanntermaßen von Kriegen gekennzeichnet war, und nach der Besatzungszeit, die 1949 endete, war dieses Jubiläum von 1951 ein wirklich erfreuliches Ereignis. Ein Wunder fast, dass die Kammerspiele es durch diese Zeiten geschafft haben. Die Freude der Theatermacher, vom Bühnenbildner Otto Reigbert über die Schauspielerin und Direktorin Hermine Körner bis hin zum Intendanten Hans Schweikart, ist dementsprechend groß. Zum Ausdruck wird dies in dem hier einsehbaren Heft gebracht.

Darin finden sich Fotos, wie die Kammerspiele früher ausgesehen haben, Aufsätze zu wichtigen Personen wie Otto Falkenberg und Frank Wedekind, und vor allem viele Beiträge von Personen, die selbst einmal an den Münchener Kammerspielen mitgewirkt haben. Auch die Glückwünsche häufen sich, doch am charmantesten sind vielleicht die Zeilen von Therese Giehse: „… Was den Beitrag zur Festschrift angeht: - ich schreibe nichts. Das kann man nicht festlich –kurz – sentimental ausdrücken – da wäre manches und zu viel für solche Gelegenheiten zu sagen – ich tu´s nicht. Ich habe mich geäußert – ich habe dort gespielt – das ist meine Karte, mein Ausweis – Schluß…“

In diesem Sinne will auch ich meinen Text hier beenden und lade Sie ein, selbst noch ein wenig in dem Jubiläumsheft von 1951 zu blättern und zu lesen, was die Theaterleute von früher zu den Kammerspielen zu sagen hatten. Viel Vergnügen damit!